Warum sich Bausparen auch für Immobilienbesitzer lohnen kann

Warum sich Bausparen auch für Immobilienbesitzer lohnen kann

Über viele Jahre war Bausparen wenig attraktiv. Schuld daran waren die niedrigen Zinsen für ein Immobiliendarlehen. Doch wer heute einen Kredit für ein Bauprojekt aufnehmen möchte, muss deutlich mehr zahlen. Das macht Bausparen wieder interessant, weil man sich damit niedrige Zinsen sichert. Darum ist ein Bausparvertrag auch für diejenigen eine Option, die ihr Zuhause umbauen möchten.

Kaum ist die Wohnung oder das Haus abbezahlt, soll man schon wieder in einen Bausparvertrag einzahlen? Das kann mit Blick auf die deutlich gestiegenen Zinsen für Baudarlehen sinnvoll sein. Denn niemand weiß, wie hoch die Zinsen in sieben oder acht Jahren sein werden – möglicherweise also dann, wenn an der Wohnung oder dem Haus größere Umbauten anstehen. Mit einem Bausparvertrag sichert man sich günstige Kreditkonditionen und hat von Anfang an Planungssicherheit. Außerdem ist das Geld dort sicher angelegt – bringt aber auch nicht viel Rendite.

Was alles zu einem seniorengerechten Umbau gehören kann
Immobilienbesitzer können ihre Wohnung oder ihr Haus mit einem Bausparvertrag auch fürs Alter umbauen lassen. Dazu gehört, dass man die Türen verbreitert, Teppich gegen Fliesen oder Parkett ersetzt oder bei Bedarf einen Treppenlift installieren lässt. Grundsätzlich sollte man sich bei jeder anstehenden Modernisierung Gedanken darüber machen, ob man sie nicht direkt im Sinne der Barrierefreiheit umsetzt. Denn je länger man mit einer solchen Maßnahme wartet, umso höher wird die mentale Belastung. Beginnt man damit erst, wenn Barrierefreiheit Voraussetzung ist, um weiter zu Hause leben zu können, wächst der Druck besonders.

Tipp: Die Bayerische Architektenkammer hat zur DIN 18040, die Barrierefreiheit in Gebäuden regelt, ein PDF online gestellt (https://www.byak.de/data/pdfs/AuT/Normung/Basiswissen_Links_Hinweise/ByAK-Barrierefreies-Bauen-02.pdf). Wer in einer Bestandsimmobilie wohnt, kann allerdings nicht alle diese Maßnahmen umsetzen. So wird eine Eigentümergemeinschaft vermutlich keinen beziehungsweise keinen anderen Fahrstuhl einbauen lassen, weil ein Mitbewohner darauf angewiesen ist. Auch beispielsweise ein schwellenfreier Zugang zur Dusche lässt sich nicht in jeder älteren Immobilie realisieren. Hier ist es sinnvoll, sich früh genug individuell beraten zu lassen.

Tipp: Bei der LBS gibt es einen Modernisierungskreditrechner. Auf dieser Internetseite kommen Sie außerdem in Kontakt mit Bausparexperten: https://www.baufistar.de/modernisierung/modernisierungskreditrechner/. Auch Ihr Sparkassenberater hilft Ihnen, eine passende Lösung für Ihr Vorhaben zu finden.

Übrigens ist Barrierefreiheit nicht nur für die Eigentümer selbst von Vorteil. Man macht das Zuhause auf diese Weise für andere Kaufinteressenten attraktiver, falls man selbst doch irgendwann ausziehen muss oder will. Denn auch junge Familien oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen leben besser in Wohnraum ohne Schwellen.

Wie Bausparen funktioniert

Wer einen Bausparvertrag abschließt, durchläuft drei Phasen:

  • Ansparphase: Sie sparen in monatlichen Raten üblicherweise zwischen 30 und 50 Prozent der Bausparsumme an.
  • Zuteilungsphase: Sie beginnt in der Regel nach sieben bis zehn Jahren, nämlich dann, wenn genügend Geld angespart ist. Jetzt wartet man darauf, dass das Guthaben und der Kredit ausgezahlt werden. Dabei spielt die Bewertungszahl eine wichtige Rolle: Sie drückt aus, in welcher Zeit man welche Summe eingezahlt hat. Anhand dieser Zahl legt die Bausparkasse fest, in welcher Reihenfolge Kunden ihr Darlehen bekommen.
  • Darlehensphase: Jetzt bekommen Sie Ihr Guthaben ausgezahlt und die vereinbarte Kreditsumme überwiesen. Das Darlehen müssen Sie in monatlichen Raten zurückzahlen.

Welche Förderung es zusätzlich gibt

Wer seine Wohnung oder sein Haus seniorengerecht umbauen möchte, sollte zudem einen Blick auf die Internetseite der KfW (https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Barrierereduzierung/) werfen. Für den Abbau von Barrieren gibt es üblicherweise sowohl einen Kredit als auch einen Zuschuss.

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