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Stolze Nebenkosten beim Immobilienkauf

Stolze Nebenkosten beim Immobilienkauf

Wer eine Wohnung oder ein Haus kaufen will, muss in vielen Regionen Deutschlands hohe Summen zahlen. Doch als ob der Preis an sich nicht schon hoch genug wäre, kommen bei jedem Kauf noch Nebenkosten dazu. Der Makler, der Notar, vielleicht noch ein Gutachter und ganz sicher das Finanzamt: Sie alle bekommen Geld, wenn Sie den Kaufvertrag unterschreiben.

Ein eigenes Haus oder eine Wohnung, das klingt für viele verlockend. Allerdings sind die Preise dafür in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Finanzierbar bleibt der Immobilienkauf oft trotzdem – weil die Zinsen so günstig sind. Allerdings sollte, wer über den Kauf eines Eigenheims nachdenkt, nicht nur den Preis für das Haus oder die Wohnung im Blick haben. Denn dazu kommen noch die Nebenkosten. Sie wiederum richten sich nach dem Kaufpreis. Also: Je teurer die Immobilie, desto höher sind auch die Nebenkosten. Hinzu kommt: Die Summe dafür sollte jeder Käufer angespart haben.

Was beim Immobilienkauf zu den Nebenkosten zählt

Wenn ein Haus oder eine Wohnung den Eigentümer wechselt, wird oft zunächst ein Makler aktiv. Dann muss ein Notar den Vertrag bestätigen, und der Kauf wird im Grundbuch vermerkt. Das allein zeigt schon: Ein Immobilienkauf ist ein bürokratischer Akt, an dem nicht nur der Verkäufer verdient. Schließlich bekommen auch der Makler und der Notar Geld für ihre Arbeit. Auch das Finanzamt erhält einen Teil, nämlich die Grunderwerbsteuer. Wer vor dem Kauf noch einen Gutachter beauftragt, muss natürlich auch ihn bezahlen.

Und dann ist noch nicht Schluss: Die alte Küche passt nicht in die neue Wohnung, das Parkett dort ist zerkratzt, und die Fliesen im Bad sind schon älter. Also sollte man als Käufer zusätzlich Modernisierungskosten einrechnen. Und schließlich braucht man als Immobilienbesitzer andere Versicherungen als zuvor. Das alles addiert sich oft zu einer hohen Summe. Doch auf den Gutachter kann man unter Umständen verzichten, die Modernisierung einer gebrauchten Immobilie lässt sich über einige Jahre strecken, und bei den Versicherungen hat man die Wahl, wie viel Geld man für welchen Schutz bezahlen will. Um die anderen Nebenkosten kommt man jedoch nicht herum – und ihre Höhe ist oft festgelegt.

Makler, Notar und Grunderwerb

Je enger der Markt ist, umso weniger wird man um einen Makler herumkommen. Denn Hausverkäufer haben keine Lust darauf, Dutzende Interessentenanrufe und -zuschriften zu bekommen. Käufer dagegen wollen nicht ewig nach dem neuen Zuhause suchen. Das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, das ab dem 23. Dezember 2020 gilt, regelt, dass die Maklerkosten zwischen Verkäufer und Käufer künftig gleichmäßig aufgeteilt werden.

  • Die Höhe der Maklerprovision ist jedoch nicht festgeschrieben. Sie liegt aber in den meisten Bundesländern bei 7,14 Prozent. Das heißt, dass sowohl der Käufer als auch der Verkäufer künftig 3,57 Prozent des Kauf- beziehungsweise Verkaufspreises übernehmen müssen. Bei einer Immobilie, die 480.000 Euro kostet, wären das immerhin 17.136 Euro.
  • Die Preise eines Notars sind im Gerichts- und Notarkostengesetz Üblicherweise sollte man mit 1,5 Prozent des Kaufpreises rechnen. Bei 480.000 Euro sind das 7200 Euro.
  • Für die Eintragung in das Grundbuch muss man rund 0,5 Prozent veranschlagen. Bei einem Kaufpreis von 480.000 werden also 2400 Euro fällig.
  • Die Höhe der Grunderwerbsteuer unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Informationen zur Höhe findet man auf den Internetseiten der Landesregierungen. Üblicherweise liegt sie zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Bei 480.000 Euro kommt man bei einer Grunderwerbsteuer von 5 Prozent auf eine Summe von 24.000 Euro.

Ein Tipp: Auf der Internetseite der Sparkasse finden Sie einen Nebenkostenrechner.

Was den Kauf zusätzlich verteuert, sind die Zinsen, die man auf sein Darlehen zahlen muss. Deren Höhe hängt davon ab, wie hoch die Kreditsumme ist, wie lange das Darlehen läuft, wie viel man tilgen kann – und natürlich wie hoch die Zinsen sind. Hierzu berät Sie gerne Ihr Sparkassenberater.

Bildnachweis:©chinnarach-stock.adobe.com

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