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Mit Aktiensparen den Niedrigzinsen begegnen

eingestellt von Ralf Hirmer am 4. Juni 2018

Für die langfristige Geldanlage sind Aktien nicht nur in Niedrigzinszeiten ein wesentlicher Bestandteil eines breit gestreuten Privatvermögens. Erfahren Sie mehr dazu hier im Text.

Rund zehn Prozent ihres Geldvermögens halten die deutschen Privathaushalte laut den Daten der Deutschen Bundesbank und des deutschen Fondsverbands BVI in Aktien, entweder in Einzeltiteln oder in Investmentfonds. Mehr als ein Drittel ihres Vermögens liegt dagegen in festverzinslichen Bankeinlagen. Warum das so ist, liegt auf der Hand: Bankeinlagen bieten gefühlte Sicherheit, Aktien dagegen gelten als riskant. Doch für die langfristige Geldanlage sind Aktien nicht nur in Niedrigzinszeiten ein wesentlicher Bestandteil eines breit gestreuten Privatvermögens. Sie bringen im Durchschnitt über die Jahre höhere Erträge als Einlagen und bieten die Chance auf Renditen oberhalb der Inflationsrate.

 

Inflation ist gut für die Unternehmen und die Börse

Der Vorzug von Aktien mit Blick auf die Inflation liegt darin, dass die Unternehmen über Preiserhöhungen für ihre Produkte von höheren Inflationsraten profitieren können. Wenn höhere Preise durchsetzbar sind, steigen dadurch die Umsätze und tendenziell auch die Gewinne der Unternehmen. Dies wiederum lässt im Normalfall deren Aktienkurse steigen. Es besteht also grundsätzlich ein positiver Zusammenhang von Preisen und Unternehmensgewinnen. Dies macht Aktien auch in einem Umfeld mit steigenden Inflationsraten attraktiv.

 

Kursbewegungen sind normal

Tagtäglich gibt es eine Fülle von Informationen, die die Aktienkurse beeinflussen. Kurzfristige, oft erhebliche Kursbewegungen sind daher normal, zugleich jedoch sehr schwer vorherzusagen. Langfristige Prognosen sind dagegen einfacher. Denn auf lange Sicht wird die Wertentwicklung von Aktien durch den globalen Wachstumstrend bestimmt, d. h. durch das Zusammenspiel der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital sowie den technischen Fortschritt. Und dies ist sehr wohl nachvollziehbar und prognostizierbar.

 

Aktionäre sind keine Spekulanten, sondern Unternehmer

Über den Aktienerwerb werden Anleger quasi zu Unternehmern. Denn der Besitz von Aktien bzw. Aktienfonds ist keine Spekulation, sondern vielmehr eine Beteiligung – die Beteiligung an den guten Ideen Anderer. Für die Perspektive von Aktienmärkten ist entscheidend, dass es immer wieder neue Geschäftsideen und Impulse für unternehmerische Aktivität gibt, die Gewinnphantasien mit sich bringen und Kurssteigerungspotenziale begründen.

 

Aktienkurse steigen „ewig“

Gehen wir zunächst einmal davon aus, dass die marktwirtschaftliche Grundordnung in der Weltwirtschaft erhalten bleibt. In diesem durchaus realistischen Szenario werden Umsätze und Gewinne von Unternehmen auch in Zukunft zulegen können. Sie hängen nämlich direkt von der Entwicklung des Welt-Bruttoinlandsprodukts ab, das über die kommenden Jahrzehnte hinweg im Trend weiter steigen dürfte. Denn die Weltbevölkerung wächst, und die aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging Markets) verfolgen weiterhin ihren Aufholprozess zu den Industrieländern. Zudem wachsen die Industrieländer dank des technischen Fortschritts. Wo Unternehmensgewinne dank des globalen Wachstums steigen, steigen im Prinzip auch die Aktienkurse.

 

Bei Aktienanlagen ist ein langer Atem gefragt

Fakt ist: Aktien sind gleichermaßen eine der risikoreichsten wie auch ertragreichsten Anlageformen. Fakt ist auch: Es gehört zum Wesen von Kapitalmärkten, dass Kurse schwanken. Deshalb ist es sinnvoll, Aktienanlagen als langfristige Geldanlage in Betracht zu ziehen. Denn je länger man als Anleger im Aktienmarkt investiert bleibt, desto unwahrscheinlicher wird es, einen Verlust zu erleiden. Blieb man rückblickend 15 Jahre im Aktienmarkt investiert, so landete man in der Vergangenheit immer im Plus. Dies gilt zum Beispiel sowohl für den Deutschen Aktienindex DAX als auch für den US-Aktienindex von Standard & Poor’s. Halten wir also als Erkenntnisse fest: Erstens: Wer der Aktie in der Vergangenheit die Treue hielt, wurde mit einem durchschnittlichen Ertrag deutlich oberhalb der Inflationsrate belohnt. Zweitens: Ab einer Haltedauer von 15 Jahren gab es bisher immer einen positiven Ertrag.

 

Regelmäßiges Sparen ist sinnvoll

Den Schwankungen kann man auch dadurch begegnen, dass man regelmäßig einen bestimmten Betrag investiert, unabhängig zum einen von aktuellen Bewertungen und Kursniveaus und zum anderen von kurz- bis mittelfristigen Konjunktur- und Aktienmarktprognosen. Zudem lehrt uns die Vergangenheit, dass für eine ausgewogene Geldanlage Aktien von Unternehmen aus verschiedenen Branchen bzw. verschiedenen Regionen berücksichtigt werden sollten. Denn bei breiter Streuung fallen mögliche einzelne Nieten gegenüber den zahlenmäßig überwiegenden Gewinnern weniger ins Gewicht. Ein Unternehmen kann pleite gehen, ein komplettes, breit gestreutes Aktienportfolio im Normalfall nicht.

 

Denken wir an die eigene Altersvorsorge oder an den langfristigen Vermögensaufbau für Kinder und Enkelkinder, dann sollten Aktien zumindest berücksichtigt werden, wenn nicht gar die erste Wahl sein.

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