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Lebensversicherung für mehr Liquidität einsetzen

Lebensversicherung für mehr Liquidität einsetzen

Corona macht das Leben für viele Selbstständige schwierig: Wenn Aufträge wegbrechen und die Kunden selbst in Nöten sind, kann es finanziell eng werden. Eine Lebensversicherung kann in diesen Fällen hilfreich sein.

Die Lebensversicherung soll eigentlich Teil der Altersvorsorge sein. Wenn die Rente noch weit entfernt ist und durch die Coronakrise das Geld knapp wird, könnten Unternehmer aber darüber nachdenken, die Versicherung zu Geld zu machen oder sie keine weiteren Kosten verursachen zu lassen. Klar ist: Besser wäre, die Versicherung würde bis zum Ende laufen. Aber von einer hohen Auszahlung in der fernen Zukunft hat man leider nichts, wenn man nicht weiß, wie in den kommenden Monaten die Miete oder Kreditrate bezahlt werden soll. Ein Tipp: Bevor Sie an Ihrer Lebensversicherung etwas ändern, kontaktieren Sie Ihren Sparkassenberater. Vielleicht finden Sie gemeinsam bessere Lösungen.

Was mit einer Lebensversicherung alles möglich ist

Wenn Sie jetzt dringend Geld brauchen, dann können Sie …

  • die Zahlweise Ihrer Versicherungsbeiträge ändern. Statt einmal im Jahr eine hohe Summe zu überweisen, könnten Sie mehrfach kleinere Beiträge bezahlen. Das ist jedoch meist teurer. Außerdem ist es nur dann sinnvoll, wenn Sie ein eher kleines Finanzproblem haben.
  • die Versicherungsbeiträge stunden. Damit bleibt Ihnen die Lebensversicherung erhalten, Sie sind aber für einige Monate liquider. Die gestundeten Summen müssen Sie allerdings nach der vereinbarten Zeit überweisen. Das heißt, Sie müssen jetzt sicher sein, dass Sie zum entsprechenden Zeitpunkt über das nötige Geld verfügen.
  • die Versicherungssumme herabsetzen. Damit bleibt Ihnen die Kapitallebensversicherung zumindest teilweise erhalten. Und Sie sparen, weil Sie weniger einzahlen müssen. Eine Versicherung mit jährlich steigenden Beiträgen können Sie auf feste Beiträge umstellen. Das spart Geld, geht aber zulasten der Versicherungssumme und des Risikoschutzes.
  • die Lebensversicherung beitragsfrei stellen. Damit sparen Sie die monatlichen Einzahlungen, allerdings sinken die Versicherungssumme und der Risikoschutz. Diese Möglichkeit bietet sich an, wenn Sie wissen, dass Sie bald wieder ein gutes Einkommen haben werden.
  • die Lebensversicherung ruhen lassen. Das geht nur für eine begrenzte Zeit. Auch dies geht zulasten von Versicherungssumme und Risikoschutz.
  • die Lebensversicherung beleihen. Dann erhalten Sie einen Vorschuss auf die Versicherungsleistung. Am Ende bekommen Sie dann jedoch weniger ausbezahlt.

Deutlich radikaler sind zwei weitere Schritte:

  • Sie können die Versicherung verkaufen. Es gibt einen Zweitmarkt für Lebensversicherungen. Wer dort verkauft, bekommt üblicherweise mehr als den Rückkaufswert. Allerdings kommen längst nicht alle Policen dafür infrage. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat hierzu mehr Informationen ins Netz gestellt. Sie warnt auch vor schwarzen Schafen auf diesem Markt.
  • Sie können die Versicherung kündigen. Das allerdings ist in der Regel die schlechteste Alternative. Denn so bekommt man nur den Rückkaufswert ausgezahlt.

Wichtig: Nicht alle Möglichkeiten sind bei jeder Art von Kapitallebensversicherung gegeben. So hängt bei einigen Versicherungen die Länge der Beitragsfreistellung vom Datum des Vertragsabschlusses ab. Speziell beim Verkauf einer Lebensversicherung spielen unter anderem die Restlaufzeit und der Rückkaufswert eine Rolle. Lassen Sie sich darum beraten, bevor Sie unüberlegt handeln.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat einige Alternativen ausführlicher beschrieben.

Bildnachweis:©H_Ko-stock.adobe.com

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