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Immobiliendarlehen richtig tilgen

eingestellt von Ralf Hirmer am 17. Mai 2017

Ein Immobiliendarlehen war noch nie so günstig wie heute. Erfahren Sie hier, worauf es beim Tilgen ankommt.

Nie waren die Zinsen so günstig für diejenigen, die eine Immobilie kaufen wollen. Gleichzeitig steigen aber in einigen Regionen die Preise für Häuser und Wohnungen unverhältnismäßig an. Das liegt einerseits daran, dass viele Bürger ihr Geld aufgrund der unsicheren Finanzzeiten gerne sicher und werterhaltend in Immobilien anlegen möchten. Andererseits hängt es mit dem Zuzug und Wohnungsmangel in einigen Städten zusammen, in denen es einfach nicht ausreichend guten Wohnraum für Käufer und Mieter gibt.

 

Heute wenig, morgen zu viel …

 

Das führt für interessierte Erwerber zu einem Problem: Eine Immobilie, die 280.000 Euro kostet, kann mit 80.000 Euro Eigenkapital bereits für einen effektiven Zinssatz von 2,89 Prozent gekauft werden. Für Familie A läge z. B. die monatliche Rate dann bei einer Tilgung von einem Prozent bei rund 650 Euro – und somit unter dem, was viele Menschen heute monatlich an Miete bezahlen. Aber: Wenn Familie A nur mit einem Prozent tilgt, hat sie am Ende der Zinsbindungsfrist, in diesem Beispiel nach 15 Jahren, noch eine Restschuld von über 160.000 Euro zu tragen. Wenn die Zinsen bis dahin gestiegen sein sollten, was anzunehmen ist, hat Familie A ein Problem. Denn plötzlich muss sie möglicherweise um 1.000 Euro im Monat abbezahlen – eine Summe, die sich Familie A vielleicht nicht leisten können wird.

Familie B tilgt dagegen mit 2,5 Prozent, zahlt im Monat knapp 900 Euro und hat am Ende aber nur noch eine Restschuld von etwa 106.000 Euro. Bei einem Zinsanstieg bis dahin von vier Prozent liegt die Rate künftig bei etwa 1.250 Euro, die sich Familie B noch gut leisten kann. Familie B ist zudem nach rund 27 Jahren schuldenfrei, Familie A erst nach 47 Jahren.

 

Das sollten Sie beachten

 

  • Je niedriger die Zinsen, desto höher sollte man von Anfang an tilgen.
  • Vereinbaren Sie Sondertilgungsmöglichkeiten, um einmal im Jahr etwas mehr abbezahlen zu können – beispielsweise, wenn Geld vom Finanzamt zurückkommt oder Sie eine Gehaltserhöhung erhalten.
  • Wer kurz vor dem Ende der Zinsbindungsfrist steht, sollte sich günstige Zinsen so lange wie möglich im Voraus sichern, und zwar mit einem Forward-Darlehen.
  • Eine Immobilienfinanzierung sollte bei Beginn der Rente abgeschlossen sein. Denn dann steht Ihnen weniger Geld zur Verfügung.

 

Sie wollen eine Immobilie kaufen? Ihr Sparkassenberater hilft Ihnen weiter – mit der passenden Finanzierung und möglicherweise sogar dem Wunschobjekt.

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