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Desk-Sharing – die Arbeitsform der Zukunft?

Desk-Sharing – die Arbeitsform der Zukunft?

Beim Desk-Sharing haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinen festen Schreibtisch mehr im Unternehmen, sondern nehmen jeden Arbeitstag einen anderen freien Platz ein, den sie zuvor meist über ein Online-Buchungstool reserviert haben.

Immerhin 27 Prozent der Beschäftigten in Deutschland konnten im Juli 2019 nach der Technocult-Studie „My Modern Workplace“ den Ort ihres Arbeitsplatzes im Unternehmen bereits frei wählen. Die Coronapandemie hat die Arbeitswelt nochmals fast über Nacht revolutioniert. Derzeit befinden sich viele Arbeitnehmer, zumindest zum Teil im Homeoffice. Mit dem Sinken der Coronainfektionen und der Rückkehr der Arbeitnehmer ins Büro könnte das Konzept des Shared Desks einen neuen Boom erleben – unter Beachtung der entsprechenden Hygienekonzepte wie dem häufigen Desinfizieren aller gemeinsam genutzten Oberflächen.

Wie Corona die Arbeitswelt verändert

Klar ist: In den meisten Unternehmen wird es auch nach Corona vorrangig Arbeitsplätze vor Ort geben. Für solche Arbeitsumgebungen ist nach Corona aber vielleicht nicht mehr die Präsenz aller Beschäftigten an jedem Tag der Woche erforderlich. Ein gewisser Prozentsatz arbeitet höchstwahrscheinlich weiterhin einen Teil der Arbeitszeit im Homeoffice. Dadurch werden weniger Schreibtische am Firmensitz benötigt.

Die Vorteile von Desk-Sharing:

  • Kostenersparnis für Unternehmen durch den Wegfall von Mieten
  • Desk-Sharing ist innovativ – Firmen wie Facebook waren die Vorreiter – und schafft Vorteile im Kampf um junge und kreative Mitarbeiter
  • Fördert den Austausch der Kolleginnen und Kollegen untereinander, da man nicht jeden Tag neben der gleichen Person sitzt

Nachteile von Desk-Sharing:

  • Das Suchen und Einrichten des Arbeitsplatzes kostet jeden Morgen und – je nach Konzept – auch nach der Mittagspause Zeit. Diesen Aufwand kann man allerdings durch ein Buchungstool verringern
  • Desk-Sharing ist nicht für jeden Mitarbeiter geeignet – es kann auch zu Unruhe und Unsicherheit führen, wenn man nicht einen eigenen festen Arbeitsplatz hat
  • Herr Meier sitzt schon wieder am Fenster? Die Zuteilung der Schreibtische sollte transparent sein und nicht derjenige den besten Platz bekommen, der morgens um 6 Uhr das Büro betritt.

Ergonomie am Arbeitsplatz beachten

Wichtig ist, dass man bereits bei der Planung der geteilten Schreibtische darauf achtet, dass sich diese gut an die unterschiedlichen ergonomischen Bedürfnisse der Nutzer anpassen lassen. Bildschirm, Bürostuhl und Tisch müssen einfach und schnell verstellbar sein. Wie für herkömmliche, feste Arbeitsplätze gilt: Mit der Einführung von Desk-Sharing müssen die Arbeitsumgebungen den Anforderungen gemäß Paragraf 3a Absatz 1 der Arbeitsstättenverordnung genügen.

Bildnachweis:©denisismagliov-stock.adobe.com

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