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Berufsunfähigkeit kann auch dich treffen

Berufsunfähigkeit kann auch dich treffen

Ja, das Wort ist sperrig: Berufsunfähigkeit. Und sicher: Du bist noch jung und machst dir über Unfälle und Krankheiten eher wenig Gedanken. Trotzdem kann ein Unfall oder eine Krankheit auch dich treffen. Und wenn du danach nicht mehr in deinem Beruf arbeiten kannst, bist du berufsunfähig. Wie wirst du dann finanziell zurechtkommen?

Du bist gerade erst in den Beruf eingestiegen und bis zur Rente ist es noch sehr lang. Weißt du, dass viele Arbeitnehmer schon deutlich früher aufhören zu arbeiten? Nicht, weil sie genügend Geld zurückgelegt hätten, sondern weil sie entweder gar nicht mehr in der Lage sind zu arbeiten oder das zumindest in ihrem Beruf nicht mehr möglich ist. Letzteres trifft nach einer Erhebung von 2018 auf jeden Vierten zu.

Erwerbs- und Berufsunfähigkeit: der Unterschied

Wer sich mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinandersetzt, stößt schnell auf einen ähnlichen Begriff: Erwerbsunfähigkeit. Der Unterschied: Wer erwerbsunfähig ist, kann gar nicht mehr arbeiten. Wer berufsunfähig ist, kann vielleicht noch arbeiten, aber nicht mehr in seinem Beruf.

Vielfältige Gründe für Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

Berufsunfähig werden nicht nur Menschen, die schwere körperliche Arbeit leisten. Auch psychische Krankheiten wie Burn-out können zur Berufsunfähigkeit führen. Nach Angaben des „Gesamtverbands der Versicherer“ waren 2020 psychische Krankheiten sogar die häufigste Ursache für Berufs- und Erwerbsunfähigkeit. In gut jeweils 19 Prozent war eine Krebserkrankung oder eine Erkrankung des Bewegungsapparats der Auslöser. Mehr Infos findest du auf der Internetseite des Verbands.

Risiko absichern

Das Problem mit einer Berufs- oder einer Erwerbsunfähigkeit ist: Dem Betreffenden steht üblicherweise nicht mehr ausreichend Geld zur Verfügung, um seinen Lebensstandard halten zu können. Denn wer berufsunfähig wird und noch keine fünf Jahre versicherungspflichtig gearbeitet hat, erhält in der Regel vom Staat überhaupt keine finanzielle Unterstützung. Wer nach 1961 geboren ist, bekommt kein Geld, solange er noch in einem anderen Job arbeiten kann. Alle anderen erhalten auch nur geringe Summen.

Darum ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sinnvoll, und zwar gerade für Berufseinsteiger. Denn je früher man eine solche Versicherung abschließt, desto günstiger sind die Beiträge. Allerdings gibt es auch Menschen, die eine BU nicht oder nur erschwert abschließen können, weil der Versicherungsgesellschaft das Risiko zu hoch ist, deren Beruf abzusichern. Dazu gehören zum Beispiel Berufsmusiker, Akkordschlachter oder Sprengmeister. Schwierig wird es auch für Menschen mit chronischen Krankheiten oder Allergien. Sie müssen gegebenenfalls einen Risikozuschlag zahlen. Alternativ kannst du diese Vorerkrankungen ausschließen. Wirst du also durch diese berufsunfähig, zahlt die Versicherung nicht.

Worauf du beim Abschluss einer BU achten solltest

Bevor du dich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidest, solltest du dir einige Punkte genau ansehen:

  • Wie hoch ist die Berufsunfähigkeitsversicherung? Wird sie deine finanzielle Lücke schließen können?
  • Gibt es eine Verweisklausel? Dann kann die Versicherung darauf bestehen, dass du in einem anderen Beruf arbeitest, falls du zu krank bist, deinen Job weiterzumachen. So könnte beispielsweise ein Chirurg, dessen Hand nicht mehr ruhig genug für Operationen ist, noch als Mitarbeiter in einer Hotline arbeiten. Viele Versicherungsgesellschaften verzichten aber auf Verweisklauseln.
  • Du musst die Gesundheitsfragen der Versicherung wahrheitsgemäß beantworten. Kann dir die Versicherungsgesellschaft hier einen Fehler nachweisen, kann das dazu führen, dass sie nicht zahlt. Darum solltest du hier einen Experten um Hilfe bitten.

Tipp: Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine individuelle Sache. Außerdem gibt es dabei einige Punkte, bei denen man als Laie schwerwiegende Fehler machen kann. Darum sollte man sie nicht ohne Beratung abschließen. Sprich deinen Sparkassenberater an. Er unterstützt dich gerne und bespricht mit dir auch den Sinn und Zweck günstigerer Alternativen.

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